Schafft das hier weg!

Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stieß er um und zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!

Joh 2, 13–16

O Herr,
kämst Du doch
heute wieder
mit deinem Heiligen Zorn,
wütend über das Treiben
in deiner Kirche,
empört rufend:
Schafft das weg!

Schafft das weg,
was Menschen klein
und Angst groß macht!

Schafft das weg,
was Herzen eng
und Schuldgefühle wachsen lässt!

Schafft das weg,
was Menschen über andere erhebt
und die Gleichwertigkeit der Kinder Gottes missachtet.

Schafft das weg,
was an Lebendigkeit unterdrückt wird
und Gottes gutem, heiligen Geist den Atem nimmt

Schafft das weg,
euer Reden vom Dienen,
und gleichzeitigem Streben nach Macht!

Schafft das weg!

O Herr,
wenn du
heute noch mal
kämst,
mit deinem Heiligen Zorn,
wütend über das Treiben
in deiner Kirche,
empört rufend:
Schafft das weg!

Würdest Du heute
ein anderes Schicksal erleben
als damals,
als Du im Tempel
die Tische der Händler umstießest?

Würdest Du heute
Gehör finden,
bei uns?