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In meiner Schreibwerkstatt sammle ich Texte über „Gott und die Welt“, die in meiner Schreibwerkstatt entstanden sind. Sie finden hier Gedichte, Geschichten, Gebete, Lieder und vieles mehr.
Als Jugendlicher kam ich in Kontakt mit einer Szene rund um das “Neu geistliche Lied”, die höchst produktiv, beständig neue (Lied-) Texte schuf und vertonte. In dieser Zeit wuchs auch bei mir die Lust am Schreiben.

Seit dieser Zeit gehört Dorothee Sölle, mit ihrer so ganz eigenen Art von Gott zu sprechen, zu den Menschen, die mich mit ihren Texten und Gedanken stark beeinflusst haben. Sie prägte auch den Begriff der “Theopoesie”.
Dahinter steckt ihre Überlegung, dass es falsch sei, »wenn die religiöse Sprache zur Angelegenheit von Spezialisten gemacht wird«. Eine wesentliche Ursache des wachsenden religiösen Analphabetismus lag für sie darin begründet, „dass die christlichen Kirchen die Menschen oft als Unmündige behandeln. Notwendig sei heute eine neue Theopoesie, in der auch Laien ihre religiösen Sehnsüchte und Wünsche zum Ausdruck bringen könnten.” (Norbert Copray, in: Publik-Forum Kalender 2012: Dorothee Sölle – Gedichte)
In diesem Sinne verstehe ich mein Schreiben. Ich suche nach Worten, die dem, was mich unbedingt angeht, einen sprachlichen Ausdruck geben.
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Mich freut, wenn „meine Worte“ bei anderen Resonanz auslösen und Menschen sich meine Texte so zu eigen machen (können), dass sie zu „ihren Worten“ werden.
Köln im März 2020
Frank Reintgen