Ohne Dich

Nachdem Jesus die fünftausend Männer gespeist hatte, forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Spät am Abend war das Boot mitten auf dem See, er aber war allein an Land. Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte aber an ihnen vorübergehen. Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf. Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und außer sich. Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.

Mk 6, 45-52

Wir mühen uns ab
im Dunkel der Nacht,
im Boot,
wir
auf dem See
– ohne Dich.

Legen uns
mit aller Kraft
in die Ruder
und kommen doch
nicht voran,
wir
im Gegenwind
– ohne Dich.

Schwach das Vertrauen,
stark die Angst,
wir
auf dem Boot,
im Gegenwind
– ohne Dich.

Untergang droht,
wenn
wir
nicht dem vertrauen,
was unsere Augen gesehen
und unsere Ohren gehört:

Brot reicht für alle!
Nichts ist unmöglich,
dem der liebt.