Ich kann nicht glauben
an die Allmächtigen,
die stets ihre Hand im Spiel,
die an allem etwas drehn,
die über allem stehn.
Ich kann nur glauben
an den Ohnmächtigen,
Gott Vater, Sohn und Geist,
der in sich selbst Beziehung ist,
Beziehung uns verheißt.
Ich kann nicht glauben
an die Ver-götter-ten,
die immer im Rampenlicht,
die sich in den Himmel loben,
die unsrer Welt enthoben.
Ich kann nur glauben
an den Menschlichen,
Gott Vater, Sohn und Geist,
der in sich selbst die Liebe ist,
der Liebe uns verheißt.
Ich kann nicht glauben
an die Be-geist-erten,
die blind im Zeitgeist sind,
die im Gleichschritt losmarschieren,
die so ihr „Selbst“ verlieren.
Ich kann nur glauben an den Lebendigen
Gott Vater, Sohn und Geist,
der in sich selbst das Leben ist,
der Leben uns verheißt.
veröffentlicht in:
Abgedruckt in:
- Klaus Vellguth (Hg.): www.gott.com. daran glaub ich, Kevelaer 2000, S. 62f
- Susanne Hillenbrand, Marcus C. Leitschuh, Dieter Wagner (Hg.): Auferstehen statt Herzversagen. Texte junger Christen, Fulda ohne Jahr, S.11