Das kennt man,
man sieht es oft:
Menschen mit einem Becher Kaffee in der Hand,
zu Fuß,
in der Bahn,
auf der Straße.
Nahrungsaufnahme im Vorübergehen,
Zeichen für dir Schnelllebigkeit unserer Zeit.
Doch in der Hektik des Alltags,
erinnert mich der Kaffee2go Becher
auch an eine Sehnsucht tief in mir.
Er hält die Erinnerung lebendig
an ein gemütliches Frühstück,
eine leckere Kaffee-Tafel,
an Entspannung,
ausruhen,
genießen,
an Momente der Stärkung in meinem Alltag.
Eine kleine Stärkung für unterwegs,
das soll auch dieser Impuls2go sein.
Die Becher in unseren Händen sollen helfen,
das Thema dieses Tages
mit hinein in unser Gebet zu nehmen.
Der Becher von Familien ist heutzutage sehr voll:
Schule, Arbeit, Hobby, Familie, Verwandte, Vereine, Termine …
Und auch unsere Katechese-Becher sind gut gefüllt:
Mit Themen, Methoden, Glaubensinhalten,
Projekten und Veranstaltungen,
Erfahrungen, Wissen, Zielen.
Alles wichtig,
alles von hoher Qualität.
Was passiert, wenn wir kommen
und aus unserem Becher austeilen wollen,
können wir Jahr für Jahr beobachten:
Die Becher der Familien sind schon zu voll,
da passt nichts mehr rein.
Und bei so manchen Familien bringen wir das Fass zum Überlaufen
oder, um Bild zu bleiben: den Becher.
Nein, in einen vollen Becher
passt auch der beste
und aromatischste Kaffee nicht mehr hinein.
Den Glauben weitergeben,
das kann so nicht funktionieren.
Aber wie dann?
Vielleicht heißt die Lösung,
nicht mit vollen Bechern
zu den Leuten zu gehen.
Wenn ich mit leeren Bechern unterwegs bin,
kann ich Menschen einladen,
ihre Becher zu leeren
und neu aufnahmefähig zu machen:
„Was willst du, dass ich dir tue“
wäre die biblische Leitfrage.
Was brauchst du?
Was bewegt dich?
Was ist für dich hilfreich?
Was bringt dich weiter?
Das war die einladende Haltung
mit der Jesus Menschen begegnete.
Wenn wir eine solche Haltung einnehmen
und uns den Anliegen von Familien öffnen,
die uns während der Kommunionvorbereitung begegnen,
werden wir überrascht sein,
welche Fülle und Reichtum
sich in den Bechern von Familien verbergen kann.
Wo es gelingt, Druck von Familien wegzunehmen
und die Fülle zu reduzieren,
da kann Freiraum entstehen
für Neues.
Da kann Gott Raum nehmen.
Uns allen Wünsche ich,
eine Haltung der leeren Becher:
Dass wir offen werden,
für die Fülle an Leben,
die andere Menschen mitbringen;
dass wir Menschen sind,
die aufnehmen können,
die andern helfen,
neue Freiheiten zu entdecken.
Gehen wir als von Gott Gesegnete,
dass wir werden zum Segen für die,
denen wir auf unserem Lebensweg begegnen.
Dieser Text entstand im Kontext einer Fortbildungsveranstaltung für Katechetinnen und Katecheten im Kontext der Erstkommunionvorbereitung. Alle Teilnehmer bekamen dazu einen Coffe2go Becher ausgeteilt.