Du Gott,
der du das Elend deines Volkes gesehen
und unser lautes Klage gehört,
der du unser Leid kennst.
Zu dir rufen wir.
Du Gott derer,
die vor uns waren:
der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs,
der Gott Sarahs, Rebbekas und Miriams
und all der anderen Männer und Frauen,
die deinem Ruf hörten.
Dir vertrauen wir.
Du Gott des Bundes,
der du dich erwiesen hast als der,
der uns begleitet,
du du dich zeigst als der,
der uns zur Seite steht.
der du dich immer wieder neu erfahrbar machst
als der Ich-bin-da.
Auf dich hoffen wir.
Du Gott der Gerechtigkeit,
die unser Begreifen übersteigt,
der du das geknickte Rohr nicht zerbrichst,
und den glimmenden Docht nicht auslöschst.
Auf dein Erbarmen hoffen wir.
Du Gott des Jesus von Nazareth,
der du Leben ganz neu ermöglichst
der du Blinde sehen, Lahme gehen,
sprachlose sprechen und Taube hören lässt,
der gebrochene Menschen aufrichtest
und mit neuer Würde bekleidest.
Auf dich verlassen wir uns.
Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist der einziger Herr.