In Bethlehem geboren

In Bethlehem geboren
wird uns ein armes Kind.
Es wäre fast erfroren,
denn kalt blies der Wind.

In Bethlehem geboren,
grad´ für den kleinen Mann.
Damit er nicht verloren
sondern Hoffnung haben kann.

Doch wir sitzen im Warmen,
im schönen Lichterschein.
Wir denken nicht an die Armen,
die Weihnachten sind allein.

Das Zimmer riecht nach Braten,
die Platte spielt Musik.
Doch ist es das, worauf wir warten?
Ist das des Friedens Sieg?

Ich glaub‘ das wir vergessen,
was der Sinn von diesem Fest.
Statt Kuchen hier zu essen,
sollten wir uns kümmern um den Rest.

Um den Rest der Gesellschaft
ganz gegen jeden Brauch.
Auch um die letzte Sippschaft
genau wie Jesus auch.

Doch will ich nicht weiter stören.
Nur eins noch zu diesem Fest:
Jesus, so sollt ihr hören,
ward nicht gebor’n im warmen Nest!